Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Sie haben eine Weile nichts von uns gehört – das liegt daran, dass wir momentan unsere ganze Aufmerksamkeit auf die Fertigstellung unserer Projekte legen. Nichtsdestotrotz möchten wir Ihnen vor dem Sommer noch eine Newsletter Ausgabe zukommen lassen und ĂŒber die Neuigkeiten aus dem Programm berichten. Es hat sich Einiges getan.

In der Rubrik „Wir kommen voran“ erklĂ€ren wir, wie die vielen tausenden Leistungen, die digitalisiert werden sollen, priorisiert werden. Die Priorisierung war ein aufwĂ€ndiger, beteiligungsorientierter Prozess, der uns dabei hilft, zielgerichtet zu arbeiten. Als Beispiel dafĂŒr stellen wir Ihnen das wichtige und große LeistungsbĂŒndel „SachverstĂ€ndigennachweis“ vor.

Außerdem stellen wir unseren wichtigen Partner, das Datenverarbeitungszentrum M-V, vor und hören von Stefan Liedholz, OZG-Programmmanager auf technischer Seite im DVZ, was fĂŒr ihn die Arbeit im OZG-Programm ausmacht. Im FAQ können Sie sich wie immer zu Themen aus der OZG-Welt informieren.

Über Ihr Interesse an diesem Newsletter und den aktuellen Entwicklungen in der digitalen Verwaltung freue ich mich sehr. Leiten Sie diese Ausgabe gerne auch an weitere Interessierte weiter. Außerdem freue ich mich ĂŒber Feedback und RĂŒckfragen.

Ich wĂŒnsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und eine schöne Sommerzeit. Wir melden uns im Herbst mit der nĂ€chsten Newsletter Ausgabe.

Über Ihr Interesse an diesem Newsletter und den aktuellen Entwicklungen in der digitalen Verwaltung freue ich mich sehr. Leiten Sie diese Ausgabe gerne auch an weitere Interessierte weiter.

Ich wĂŒnsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Herzliche GrĂŒĂŸe
Ihr


Hauke Rickertsen
OZG-Programm-Manager
Mecklenburg-Vorpommern


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Was macht eigentlich 



der OZG-Programmmanager fĂŒr das DVZ M-V Stefan Liedholz?

Meine Aufgaben und Themenfeld

Die Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH (DVZ) ĂŒbernimmt gemeinsam mit dem Innenministerium die Verantwortung fĂŒr die Umsetzung des OZG (Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen) in Mecklenburg-Vorpommern. Als OZG-Programmmanager fĂŒr das DVZ stelle ich das Pendant zu Hauke Rickertsen als OZG-Programmamanager auf fachlicher Seite im Innenministerium dar und verantworte dabei die technischen Aspekte sowie die Sicherstellung des erforderlichen Personals.

Gleichzeitig leite ich die Umsetzung des Themenfeldes „Bauen und Wohnen“, das wir als IT-Dienstleister verantworten, aus dem DVZ in enger Abstimmung mit dem Innenministerium M-V. Im Themenfeld verantworte ich die Budget- und Ressourcenplanung und steuere die Umsetzung der Leistungen. Insgesamt koordiniere ich somit in meiner Funktion ein breites Spektrum an Aufgaben und Anforderungen und bin beratend fĂŒr unseren Kunden, das Innenministerium, tĂ€tig. Gemeinsam mit meinem Team erarbeite ich Prozesse und Strukturen rund um eine schnelle und sichere Umsetzung der zu digitalisierenden Verwaltungsdienstleistungen.

An diesen Projekten arbeite ich gerade

Das dynamische Großprojekt stellt den Kunden (das Innenministerium), mein Team und mich selbst immer wieder vor Herausforderungen. Meine Aufgabe ist es, Risiken zu antizipieren und ihnen entgegenzuwirken. Derzeit liegt mein Fokus auf der Koordinierung und Systematisierung jeglicher technischen Prozesse im Hintergrund sowie auf der transparenten Kommunikation in Richtung der Stakeholderinnen und Stakeholder. Eine umfassende Risikobetrachtung und UnterstĂŒtzung von Expertinnen und Experten in den unterschiedlichen Teams ist hierbei das A und O.

In enger Zusammenarbeit mit dem Innenministerium erarbeite ich derzeit zudem Finanzierungsmodelle fĂŒr den grundlegenden Betrieb des EfA-Service „Digitaler Bauantrag“, der von insgesamt zehn BundeslĂ€ndern genutzt wird. Das DVZ bringt hier hochmoderne Container-Technologie zum Einsatz, mit der das Land M-V flexibel auf die steigende Anzahl von mitnutzenden Unteren Bauaufsichtsbehörden reagieren kann.

Das macht mir an meiner Rolle am meisten Spaß

Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Menschen in unterschiedlichen Funktionen bereitet mir tĂ€glich aufs Neue Freude. Es macht mir Spaß, diese Menschen zusammenzubringen und gemeinsam an Lösungen zu entwickeln. Außerdem erarbeite ich gerne Strukturen, um den immer wieder neuen Herausforderungen im Programm zu begegnen.

Das ist aktuell die grĂ¶ĂŸte Herausforderung

Im Juni 2024 wird das OZG-Programm in Mecklenburg-Vorpommern offiziell enden. Danach wird die Umsetzung der Leistungen sowie der Betrieb in die Linie ĂŒbergeben. Um dies gut vorzubereiten, ist eine umfassende und vorausschauende Planung der Übergangsphase in den Regelbetrieb essenziell. Diverse Themen wie beispielsweise Vertrags- und Finanzierungsmodelle mĂŒssen mit unterschiedlichen Interessensgruppen verhandelt werden.

Durch sich immer wieder Ă€ndernde Rahmenbedingungen in Politik und Verwaltung entstehen regelmĂ€ĂŸig neue Abstimmungsbedarfe und Dynamiken, auf die wir reagieren mĂŒssen. Mein Team und ich stehen hierbei mit grĂ¶ĂŸtem Engagement bereit.  


Stefan Liedholz

OZG-Programmmanager fĂŒr das Datenverasrbeitungs-zentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ M-V)

LĂŒbecker Straße 283
19059 Schwerin
E-Mail: s.liedholz@dvz-mv.de


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Wir kommen voran




Digitalisierung ist Teamsport

Fachliche Expertise schnell und einfach online anerkennen lassen!

In den OZG-LeistungsbĂŒndeln „Bestellung und Anerkennung von SachverstĂ€ndigen“ und „Sachkundenachweis“ geht es weiter voran: WĂ€hrend in der ersten HĂ€lfte dieses Jahres bereits sieben Teilleistungen online verfĂŒgbar gestellt wurden, warten weitere acht auf die fachliche Freigabe und somit auf ihre Weiterentwicklung und Fertigstellung. Neun stehen kurz vor dem Go-Live. Insgesamt werden im Themenfeld „UnternehmensfĂŒhrung und -entwicklung“
24 Verwaltungsdienstleistungen zur fachlichen PrĂŒfung von potenziellen SachverstĂ€ndigen und dem Sachkundenachweis entwickelt.

Zu den wichtigsten Aufgaben öffentlich bestellter SachverstĂ€ndigen, gehören die Begutachtung von Waren, Leistungen und Preisen von Handwerkerinnen und Handwerkern. Sie sollen fĂŒr eine sachlich fundierte Beurteilung handwerklicher Arbeiten, Produkte und Dienstleistungen und der dafĂŒr geforderten Preise sorgen.

Einen Anspruch auf öffentliche Bestellung und Vereidigung haben Bewerberinnen und Bewerber allerdings nur, wenn die besonderen Fachkenntnisse, UnabhĂ€ngigkeit und Unparteilichkeit ĂŒberprĂŒft wurden. So wird die in der SachverstĂ€ndigenordnung aufgestellten Voraussetzungen, insbesondere die persönliche Eignung und den Nachweis der besonderen Sachkunde, erfĂŒllt und durch die Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie Handwerkskammern (HWK) bestĂ€tigt. Daher wird neben der Antragsreihe „Bestellung und Anerkennung von SachverstĂ€ndigen“, auch die OZG-Leistung „Sachkundenachweis“ entwickelt.

Auf Grund der hĂ€ufigen Nutzung und zentralen Bedeutung der Bestellung und Anerkennung von fachkundigen PrĂŒferinnen und PrĂŒfern, sind die Verwaltungsdienstleistungen mit der höchsten PrioritĂ€t, SDG-2, zur Umsetzung eingestuft. Perspektivisch soll der gesamte Prozess durch die OnlineverfĂŒgbarkeit die bisherige Kommunikation per Telefon oder E-Mail mit den zustĂ€ndigen Kammern abgelöst und standardisiert werden.


Sie wollen mehr ĂŒber das Projekt im Themenfeld UnternehmenfĂŒhrung- und entwicklung erfahren?

Kontaktieren Sie gerne unseren Kollegen:

Frau Susanne Stamer
OZG-Koordinatorin fĂŒr das Ministerium fĂŒrWirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern
E-Mail: s.stamer@wm.mv-regierung.de















Neues aus der OZG-Welt

Das OZG-Änderungsgesetz: Ein neues Paket fĂŒr die digitale Verwaltung!

Die Bundesregierung hat am 24. Mai 2023 im Kabinett ein wegweisendes Maßnahmenpaket fĂŒr die digitale Verwaltung verabschiedet. Bundesinnenministerin Nancy Faeser prĂ€sentierte den Gesetzentwurf zur Änderung des Onlinezugangsgesetzes (OZG 2.0), der die Grundlage fĂŒr eine fortschreitende Digitalisierung der Verwaltung sowie die Voraussetzungen fĂŒr benutzerfreundliche und vollstĂ€ndig digitale Verfahren schafft. Zudem definiert der Gesetzentwurf den rechtlichen Rahmen fĂŒr den weiteren Ausbau der Verwaltungsdigitalisierung. Ein politisches Eckpunktepapier begleitet den Gesetzentwurf.

Hierin wird deutlich, dass nach Ablauf der gesetzlichen Frist seit 2017 sind erste Erfoge sichtbar wurden. So bietet der Bund mittlerweile 97 von 115 OZG-Leistungen digital an. Zudem betreibt er betreibt ein zentrales Verwaltungsportal fĂŒr die Entwicklung und Bereitstellung von Leistungen (Bundesportal) sowie ein Nutzerinnen- und Nutzerkonto fĂŒr die Registrierung, Identifizierung und Bescheid-Zustellung (BundID). Das Bundesportal wurde - wie vom Gesetz gefordert - mit den zentralen LĂ€nderportalen zu einem Portalverbund verknĂŒpft. Die definierten Umsetzungspflichten des Onlinezugangsgesetztes aus 2017 sind weitestgehend erfĂŒllt worden. 

Die nun beschlossenen, neuen Eckpunkte fĂŒr eine moderne und zukunftsorientierte Verwaltung beinhalten wichtige strategische Entscheidungen fĂŒr die kommenden Jahre. Eine verstĂ€rkte Priorisierung und Standardisierung, die enge Einbindung der Kommunen sowie die enge VerknĂŒpfung des OZG mit Großprojekten wie der Registermodernisierung und der EinfĂŒhrung digitaler IdentitĂ€ten stehen im Mittelpunkt.

Diese Maßnahmen des Maßnahmenpaketes kommen BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern direkt zugute:

  1. Zentrales BĂŒrgerinnen - und BĂŒrgerkonto: Das digitale Nutzerkonto BundID ermöglicht deutschlandweit Identifikation und Antragsstellung. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger können ĂŒber ein digitales Postfach mit Ämtern kommunizieren und Bescheide empfangen
  2. Ende der "Zettelwirtschaft": Das Once-Only-Prinzip erlaubt den elektronischen Abruf von Nachweisen, z.B. Geburtsurkunden, bei Zustimmung der Antragstellenden von den zustÀndigen Behörden und Registern.
  3. Abschaffung der Schriftform: Alle Leistungen können nun rechtssicher und einheitlich mit der Onlineausweisfunktion des Personalausweises digital beantragt werden, ohne hÀndische Unterschrift.
  4. Beratung ĂŒber die Behördenrufnummer 115: Die 115 bietet kĂŒnftig auch Beratung fĂŒr staatliche Onlinedienste an, wĂ€hrend datenschutzrechtliche Grundlagen fĂŒr die Übermittlung personenbezogener Daten geschaffen werden.
  5. FlÀchendeckende digitale AntrÀge: Fokus von Bund, LÀndern und Kommunen liegt auf der medienbruchfreien Digitalisierung von 15 wichtigen Verwaltungsleistungen bis 2024.

So sollen in 2024 die vom Bund priorisierten 15 OZG-Leistungen mit besonderer PrioritÀt umgesetzt und vollstÀndig digitalisiert ("Ende-zu-Ende") sein.

Mit der Weiterentwicklung des Onlinezugangsgesetzes und dem politischen Begleitpapier folgt die Bundesregierung dem im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Ziel zur Modernisierung der deutschen Verwaltung. 

Sie wollen mehr ĂŒber das OZG 2.0 erfahren?









Gut zu wissen!

Priorisierungen von OZG-Leistungen 

Im Rahmen des OZG sollen viele tausende Verwaltungsleistungen digitalisiert werden. Dies ist eine Mammutaufgabe, die so schnell nicht umgesetzt werden kann. Aus diesem Grund hat sich das Programmmanagement im OZG-Programm MV in den letzten Wochen und Monaten mit einer Priorisierung der Leistungen beschÀftigt, um zielgerichteter arbeiten zu können.

ZunĂ€chst gibt es die von der EU und vom Bund vorgegebenen Priorisierungen. Im Rahmen der SDG-Verordnung der EU wurden 21 relevante LeistungsbĂŒndel definiert. Diese SDG-relevanten Leistungen haben fĂŒr uns die höchste PrioritĂ€t.

Was genau SDG bedeutet und wie sich die Priorisierungen ergeben, können Sie in unserem FAQ nachlesen.

Als zweite PrioritĂ€t setzen wir die 15 so genannten „Fokusleistungen“ um, die der Bund Anfang 2023 definiert hat. Hierzu gehören beispielsweise Elterngeld, Wohngeld oder Unterhaltsvorschuss, aber auch die Leistung Bauvorbescheid und Baugenehmigung, die das Land MV bereitstellt.

Die Fokusleistungen sind im Wesentlichen ausgewĂ€hlte Leistungen aus dem so genannten „OZG-Booster“ gemĂ€ĂŸ IT-Planungsrat-Beschluss „Priorisierte EfA-Leistungen im föderalen Programm“ vom Mai 2022, der dritten Priorisierungsdimension. Zum OZG-Booster gehören 35 vom IT-Planungsrat beschlossene OZG-Leistungen, die von den LĂ€ndern priorisiert ausgerollt werden sollen. Fokusleistungen und OZG-Booster wurden nach dem Digitalisierungspotential (u.a. Fallzahlen) und der politischen Relevanz ausgewĂ€hlt.

Wir verlassen uns jedoch nicht nur auf die Priorisierung der EU und des Bundes. In den letzten Monaten und Wochen haben wir sogenannte „PortfoliogesprĂ€che“ gefĂŒhrt, in denen wir die EinschĂ€tzungen der Ressorts in MV eingeholt haben. Hier haben wir OZG-Leistungen identifiziert, die bisher nicht priorisiert wurden, die nach EinschĂ€tzung der Ressorts jedoch eine hohe Bedeutung fĂŒr MV haben. Auch diese Leistungen sollen im Rahmen des OZG-Programms MV umgesetzt werden.

Zu guter Letzt kommt eine Priorisierung der Gemeinden und Landkreise hinzu, die ĂŒber Gremien des Landkreistages M-V und des kommunalen Zweckverbandes eGo M-V erfolgt.. Auch hier ist es uns wichtig, die RealitĂ€t der Vollzugsebene einzubeziehen und dieser die Chance zu geben, wichtige Leistungen in den Fokus des Programms zu rĂŒcken.

Bestimmte OZG-Leistungen werden in mehr als einer Priorisierungsdimension erfasst und sind somit besonders wichtig.

Diese Priorisierung bedeutet jedoch nicht, dass nicht priorisierte Leistungen niemals digitalisiert werden. Es geht nur um eine sinnvolle Abarbeitungsreihenfolge, die sich am höchstmöglichen Nutzen fĂŒr BĂŒrger:innen, Unternehmen und Verwaltung orientiert.  Das OZG-Programm M-V ist endlich. Die Digitalisierung wird nun zur Regelaufgabe.









Veranstaltungen




Der digitale Staat - „Zukunftskongress Staat & Verwaltung“ 

"Neue Wege gehen und routinierte Pfade verlassen":

Unter diesem Motto fand der Zukunftskongress "Staat & Verwaltung" in diesem Jahr vom 19. bis 21. Juni  unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Innern im Westhafen Event & Convention Center (WECC) statt.

Die Großveranstaltung besuchten dabei rund 2000 FĂŒhrungskrĂ€fte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Insgesamt lockte sie ĂŒber 120 Ausstellerinnen und Aussteller. Die Idee war es eine Plattform zu schaffen, die Expertinnen und Experten, Praktikerinnen und Praktiker mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Politik zusammenbringt. Gemeinsam wurden innovative Lösungen diskutiert, die den Anforderungen einer sich stetig wandelnden Gesellschaft gerecht werden sollen.

Durch den offenen Austausch und die Vernetzung sollten wegweisende Konzepte entwickelt und umgesetzt werden, um die Verwaltung effizienter, transparenter und bĂŒrgernĂ€her zu gestalten. Spannende Einblicke konnten dabei in unterschiedlichen Keynotes und Plenen, Fachkonferenzen, Zukunftsforen und weiteren Formaten gesammelt werden.

Die Landespolitik Mecklenburg-Vorpommern wurde durch Ina-Maria Ulbrich, StaatssekretĂ€rin im Ministerium fĂŒr Inneres, Bau und Digitalisierung, vertreten. Als CIO fĂŒr das Bundesland nahm Frau Ulbrich zudem an der FITKO-Sprechstunde teil.








FIM-Onboarding im OZG-Kontext mit der FIM-Landesredaktion M-V


"FIM“ begegnet Ihnen im Alltag immer wieder – einige Begriffe und AnwendungsfĂ€lle sind Ihnen jedoch noch immer nicht ganz klar? Das geht nicht nur Ihnen so.

Um diese und weitere Fragen zu klĂ€ren, laden wir Sie seitens der FIM-Landesredaktion zu unserem FIM-Onboarding ein. Im Rahmen der Kurzschulung geben wir Ihnen einen Überblick ĂŒber FIM. Sie werden ein VerstĂ€ndnis davon bekommen, wie FIM und das OZG miteinander verknĂŒpft sind, welche Schritte benötigt werden, um die Digitalisierung einer Leistung mit FIM anzustoßen, und wie FIM in M-V organisiert ist. Außerdem können Sie Fragen stellen und erhalten hilfreiche Informationsquellen und Ansprechpersonen.

Das Onboarding findet einmal im Monat statt - immer am 2. Donnerstag. Der Termin ist ein optionales Angebot fĂŒr alle Interessierten – kommen Sie gern dazu, wann es Ihnen passt. Sie können die Einladung außerdem an Ihre Kolleg:innen oder weitere Interessierte weiterleiten.







Unsere Partnerinnen und Partner im OZG



Das Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ M-V)

Die DVZ M-V GmbH mit Sitz in Schwerin und rund 650 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist der zentrale IT-Dienstleister der Landesverwaltung.

Durch die stetige Anpassung des vorhandenen Know-hows an moderne Anforderungen und die enge Verbindung von Informationstechnologie mit Verwaltungswissen, hat das DVZ eine Vorreiterrolle in der digitalen Verwaltung eingenommen und ist ein etablierter Partner fĂŒr die öffentliche Hand in Mecklenburg-Vorpommern und darĂŒber hinaus.

Wie unterstĂŒtzt das DVZ M-V bei der Umsetzung des OZGs?

Der IT-Dienstleister setzt das Themenfeld „Bauen & Wohnen“ um, fĂŒr das das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern als ThemenfeldfĂŒhrer verantwortlich ist. Allein 24 zum Teil sehr umfassende OZG-Leistungen des Themenfeldes werden in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt, darunter wichtige Bereiche wie "Bauvorbescheid und Baugenehmigung" oder „StĂ€dtebauförderung“.

Ein herausragendes Leuchtturmprojekt in diesem Bereich ist der „Digitale Bauantrag“, fĂŒr den das Land 2022 als „Bestes OZG- oder Registermodernisierungsprojekt“ im bundesweiten E-Government-Wettbewerb ausgezeichnet wurde. Schon jetzt wird der Digitale Bauantrag von den meisten Unteren Bauaufsichtsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern und inzwischen auch von neun anderen BundeslĂ€ndern im Rahmen des EfA-Prinzips genutzt.

Die DVZ M-V GmbH betreibt außerdem das MV-Serviceportal, die zentrale Plattform fĂŒr Verwaltungsleistungen in Mecklenburg-Vorpommern. Hier haben alle Behörden in M-V die Möglichkeit, ihre Leistungen fĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger online anzubieten und von modernen Funktionen wie dem MV-Nutzerkonto, der Such- und Bezahlfunktion, der komfortablen und medienbruchfreien Anmeldung, der Möglichkeit zur digitalen Unterschrift sowie den benutzerfreundlichen Antragsformularen zu profitieren.

An welchen Projekten arbeitet das DVZ M-V gerade?

Der IT-Provider ist derzeit in etwa 70 Projekten involviert, die verschiedene Leistungen aus dem Themenfeld Bauen und Wohnen sowie dem OZG-Programm des Innenministeriums umfassen. Im Themenfeld Bauen und Wohnen findet die strategische Planung der Projekte sowie vielfach auch die technische Umsetzung durch die DVZ M-V GmbH statt.

Die Koordinierung und Abstimmung mit den Fachexpertinnen und Fachexperten erfolgt durch das Referat 240 im Innenministerium. DVZ-Expertinnen und Experten unterstĂŒtzen hier beratend. Durch diese enge Zusammenarbeit werden die Projekte auf solider fachlicher Grundlage umgesetzt.

Vor welchen Herausforderungn steht das DVZ M-V zur Zeit?

Die KomplexitĂ€t und GrĂ¶ĂŸe des OZG-Programms stellen eine neue Herausforderung dar und erfordern einen Kulturwandel, auch im DVZ selbst. Die herkömmliche Arbeitsweise muss sich an die neuen Anforderungen anpassen. Statt einer Aufteilung in separate Abteilungen verfolgt die IT-Firma nun einen Querschnittsansatz, bei dem verschiedene Aufgabenbereiche miteinander verknĂŒpft werden (Matrixstruktur).

Hierdurch verĂ€ndert sich die Zusammenarbeit grundlegend. Es wird vermehrt auf agile Methoden gesetzt, um den Anforderungen des komplexen Projekts gerecht zu werden. Da das agile Arbeiten in der Verwaltung aufgrund ihrer besonderen Strukturen und Prozesse nur bedingt möglich ist, bedarf es etwas FlexibilitĂ€t, um die VerwaltungsnĂ€he zu berĂŒcksichtigen und dennoch von den Vorteilen agiler Methoden zu profitieren.


Sie wollen mehr ĂŒber das Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern erfahren?

Kontaktieren Sie gerne unsere Kolleginnen und Kollegen:

DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH
LĂŒbecker Str. 283
19059 Schwerin
Tel: 0385 4800-565
E-Mail: servicedesk@dvz-mv.de
www.dvz-mv.de



FAQ - Platz fĂŒr Ihre Fragen!

Was bedeutet "SDG"?

Im Jahr 2018 haben das EuropĂ€ische Parlament und der EuropĂ€ische Rat die Verordnung zum Single Digital Gateway (SDG) verabschiedet. Das SDG hat zum Ziel, ein einheitliches digitales Zugangstor zur Verwaltung in der EU zu schaffen. Die entsprechende EU-Verordnung benennt 88 Bereiche, die fĂŒr eine reibungslose Teilhabe von BĂŒrgerinnen, BĂŒrgern und Unternehmen am europĂ€ischen Binnenmarkt relevant sind.Dazu gehören u. a. Themen wie „Arbeit und Ruhestand innerhalb der Union“; „Verbraucherrechte“ und „GrĂŒndung, FĂŒhrung und Schließung eines Unternehmens“. In Deutschland wurden 21 LeistungsbĂŒndel als SDG-relevant definiert und haben somit in der OZG-Umsetzung die höchste PrioritĂ€t.

Um die Einheitlichkeit in der EU zu erreichen und so die Benutzerfreundlichkeit zu fördern, sollen alle Leistungen der öffentlichen Verwaltung ĂŒber das „Your Europe“-Portal zugĂ€nglich sein.

Wieso werden die Leistungen nicht zentral fĂŒr ganz Deutschland digitalisiert?

Das föderale System ist ein integraler Bestandteil der Verfassung Deutschlands. Die Verwaltungsdigitalisierung in diesem förderalen System ist eine komplexe Aufgabe, da die ZustÀndigkeiten und IT-Infrastrukturen variieren. Um eine bundesweite digitale Verwaltung zu ermöglichen, ist intensive Koordination nötig. Durch ein arbeitsteiliges Vorgehen und die Einteilung in von den LÀndern umzusetzenden Themenfelder, wie es das OZG vorsieht, kann eine schrittweise Umsetzung erfolgen.

Jedes der 14 Themenfelder wird von den zustĂ€ndigen BundeslĂ€ndern als ThemenfelderfĂŒhrer auf den verschiedenen Ebenen bearbeitet, wodurch eine Aufteilung der Verantwortlichkeiten stattfindet. Dieser Prozess erfordert jedoch eine kontinuierliche Abstimmung, um sicherzustellen, dass die Standards und Anforderungen auf Bundes-, Landes-, sowie kommunaler Ebene eingehalten werden.

Wie werden die BĂŒrger:innen bei der Digitalisierung beteiligt?

Die oberste PrioritĂ€t bei der Digitalisierung von Verwaltungsleistungen ist die Nutzer:innenorientierung. Denn eine digitale Lösung wird nur dann genutzt, wenn die Menschen gut damit zurechtkommen und der Onlineantrag einen echten Mehrwert bietet. Deshalb werden BĂŒrger:innen und Unternehmen von Anfang an in Digitalisierungslaboren in den Prozess miteinbezogen, um die Grundlagen fĂŒr die anwender:innenfreundliche Leistungsdigitalisierung zu legen. Mit diesem Erfahrungsschatz und Feedback wird dann der Prototyp gebaut, welcher spĂ€ter als Vorlage fĂŒr das Online-Verfahren dient.

Was ist ein Nutzer:innenkonto?

Nutzer:innenkonten ermöglichen die elektronische Identifizierung und Authentifizierung gegenĂŒber Behörden und bieten unterschiedliche Funktionen an:

1) Nutzerinnen und Nutzer geben persönliche Daten ein und speichern sie im Konto.

2) Daten können als Identifizierungsmittel (z.B. Online-Ausweis) direkt im Konto hinterlegen werden.

3) IdentitĂ€tsdaten können bei AntrĂ€gen aus dem Konto ĂŒbernommen werden.

Nutzer:innenkonten werden einmalig angelegt und erleichtern somit den digitalen Antragsprozess und Behörden mĂŒssen keine eigene Identifizierung entwickeln. Die Konten bieten auch PostfĂ€cher fĂŒr elektronische Nachrichten und Bescheide.


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Anbieter gemÀss §5 Telemediengesetz,
§5 Rundfunkstaatsvertrag
Ministerium fĂŒr Inneres, Bau und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern
Stabsstelle der IT-Beauftragten der Landesregierung (S-CIO)

Arsenal am Pfaffenteich
Alexandrinenstraße 1
19055 Schwerin

Tel.: 0385 588-12290
E-Mail: digitaleverwaltung@im.mv-regierung.de


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Stand: Juni 2023, Ausgabe 3/2023

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